Kurzbeschrieb

Was Menschen mit Demenz brauchen – und was sie tun (müssen), wenn sie dies nicht bekommen

Seit einigen Jahren haben personzentrierte Ansätze in der Arbeit mit Menschen mit Demenz, der Entwicklung in England und den USA folgend, auch in der Schweiz Raum gegriffen. Leitende Vorstellung hierbei ist, Menschen mit Demenz als Person zu begegnen und dabei funktional bestimmte Rollenbilder abzulegen. Ein verstehender Zugang hilft, stereotype Bilder vom ‚Kranken’ und seinen Bedürfnissen zu relativieren und Sicherheit und Vertrauen zu vermitteln. Herausforderndes Verhalten mit unkontrollierten Stresserfahrungen für Klienten und Pflegende werden damit oft im Ansatz verhindert.

Inhalte

  • Sozialpsychologisches Verständnis von Demenz: wie Pflegende Apathie und Agitiertheit vermeiden können
  • Zentrale psychologische Bedürfnisse: was Personsein und Bindungstheorie für die Arbeit mit Menschen mit Demenz bedeuten
  • Wenn dies nicht gelingt: Symbolhandlungen, unkontrollierte Stressreaktionen, paranoide Übertragungen
  • Überblick Interventionen: von der Gruppenarbeit zur Einzelarbeit
  • Der Pflegende als wichtigstes ‚Medikament’: ohne Selbstpflege geht es nicht

Ziele

Die Teilnehmenden können

  • die Selbst- und Welterfahrung von Menschen mit Demenz nachvollziehen,
  • funktional bestimmte Vorstellungen von Versorgung auf die Bedürfnisse der Person anpassen,
  • kommunikative und interaktionelle Kreisläufe verstehen und unterbrechen, die Abhängigkeit und Regression fördern,
  • die eigene Selbstpflege als Basis für den Kontakt mit Menschen mit Demenz begreifen.

Zielgruppe

Pflegende, Betreuende, freiwillig Tätige, Interessierte

Dauer

1 Tag

Abschluss

Kursbestätigung "Tom Kitwood und personzentrierte Pflege von Menschen mit Demenz"

Lehrbeauftragte/-r

Christian Müller-Hergl, Altenpfleger, Supervisor, DCM-Trainer und Mitarbeiter Dialogzentrum Demenz an der Universität Witten-Herdecke

Ort / Zeit

Careum Weiterbildung, Aarau / 9.15-16.30 Uhr

Kosten

CHF 350.–

Beginn Ende Nummer
16.01.2019 16.01.2019 Präsenztage 520.118.00-191

Ihre Ansprechpersonen


Bruno Umiker

Bruno Umiker

Bereichsleiter, Stv. Geschäftsleiter

MAS ZFH Ausbildungsmanagement
CAS ZFH Ausbildner
Unternehmerseminar – IfB, Universität St. Gallen

Ich bin Mitglied der Geschäftsleitung und leite den Bereich der externen Dienstleistungen sowie die Organisation von Kursen und Tagungen. Bei institutionsinternen Weiterbildungen sind mir Individualität und Nachhaltigkeit ein zentrales Anliegen. Als Profi im Weiterbildungsmanagement berate und entlaste ich Betriebe in allen Prozessen der betrieblichen Weiterbildung, bei der Analyse und Angebotsentwicklung über die Organisation/Administration und Durchführung bis hin zur Evaluation.

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Moni Stäuble

Moni Stäuble

Sachbearbeiterin Kurse

Kauffrau, MPA

Bei Fragen rund um die 1-3-tägigen Kurse bin ich gerne Ihre Ansprechperson. Ich organisiere die Kurse und bin für die Administration zuständig. Mit unkomplizierten Lösungen erfülle ich (fast) alle Kundenwünsche und -anliegen ganz nach dem Motto "Der Kunde ist König". Als Kauffrau mit medizinischem Hintergrund bringe ich mein Fachwissen ein und kombiniere meine Teilzeitanstellung ideal mit meinen Familienaufgaben.

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